04.05.2009 - 17:01 Uhr

Historische Konzertorgel der Familie Diebold in Indersdorf

Nach einem Jahr Pause fand heuer wieder im Rahmen des Volksfestes das Konzert mit der historischen Konzertorgel der Familie Diebold statt. Nicht wie bisher am Unteren Markt, sondern erstmals direkt vor dem Rathaus wurde das im Jahre 1902 gebaute Prachtstück von Edmund und Rita Diebold aufgebaut.



Es kamen so viele Gäste wie schon lange nicht mehr, vor allem für die Kinder war das Standkonzert eine Attraktion. Die Besucher ließen sich auf den extra aufgestellten Biertischen eine Brotzeit schmecken. Braumeister Rene Schnotz bediente die Gäste mit Freibier vom Kapplerbräu und Bruno Eberl hatte Leberkäse und Brezen dabei. Neben Bürgermeister Josef Kreitmeir waren auch Josef Schuster junior und Wilhelm Wiedemann gekommen. Edmund Diebold musste zahlreiche Fragen zu seiner Orgel beantworten. Besonders wertvoll sind die nach barocker Handschnitzerei gefertigten Figuren. Diese sind nach griechischen Vorbildern geschnitzt. An größeren Fahrgeschäften wie etwa einer Berg- und Talbahn war eine Orgel früher in der Mitte angebracht. Im Jahre 1930 erwarb Donat Diebold die Orgel, welche von 1950 bis 1975 in der Rückfassade eines Autoscooter montiert war. 1989 ging sie in den Besitz von Edmund Diebold über. Er hatte die Konzertorgel originalgetreu restauriert, mit einem neuen Glockenspielapparat versehen und um ein dreifach Flötenregister-Panflöte-Okarina erweitert. Die Orgel von Rita und Edmund Diebold hat zwischen 400 und 500 Pfeifen. Ein mit einem Motor betriebener Blasebalg sorgt dafür, dass genügend Luft an den Pfeifen ankommt.

fz

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