07.06.2011 - 09:01 Uhr
Das beste Volksfest seit 10 Jahren
Für die Schausteller und die Festwirtsfamilie ist am Sonntag eine ausgesprochen erfolgreiche Indersdorfer Volksfestwoche zu Ende gegangen. Gutes Wiesnwetter, friedliche Besucher und rekordverdächtige Umsätze im Bierzelt prägten die zehn Tage.
„Wir hatten den besten Umsatz in den vergangenen zehn Jahren“, freut sich Marianne Lanzl-Koch. 300 Hektoliter Festbier vom Kapplerbräu und rund 4000 halbe Hendl sind weggegangen, das ist ein Ergebnis fast wie in früheren Zeiten. „Wir hatten gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung von mehr als zehn Prozent“, hat Lanzl-Koch überschlägig ausgerechnet.
Seit 45 Jahren stellt die Familie Lanzl ihr Festzelt in Indersdorf auf – niemand ist länger dabei. Angefangen hatten ihre Eltern als Festwirte auf der Indersdorfer Wiesn, später führte man den Betrieb gemeinsam, ehe das Geschwisterpaar Georg Lanzl und Marianne Lanzl-Kochden Betrieb übernahm.
Indersdorf war eines ihrer ersten Volksfeste und es ist bis heute eines ihrer liebsten, wie sie versichern. „Die Leute hier sind nett, es gibt wenig Beschwerden“, betont Georg Lanzl. „Auch das jüngere Publikum hat sich gut entwickelt, da gab es schon schwierigere Zeiten“, freut sich der Festwirt. Die Lanzls stellen einen doppelten Trend fest: Volksfeste, die bei der Bevölkerung gut etabliert sind, hätten sich nach einem Tal zuletzt wieder gut entwickelt, während kleinere, nicht so gut verwurzelte Feste jedes Jahr weiter zurückfallen. „Das Indersdorfer Volksfest ist in allen Bevölkerungsschichten gut etabliert“, sagt Lanzl. Ihm gefällt dabei besonders, dass viele Gäste in Tracht kommen. „Das gehört einfach zum Volksfest dazu. Woanders ist das oft nicht so. An der Kleidung kann man im Übrigen auch schon ein bisschen sehen, welches Publikum man hat.“Bis auf den Dienstag war das Festzelt heuer jeden Tag gut bis sehr gut bis brechend voll. Auch dank des neuen Sicherheitsdienstes (D&T aus Altomünster) war die Atmosphäre sehr friedlich, blieben größere Raufereien aus. Verschiedene Maßnahmen im Rahmen des neuen Sicherheitskonzepts haben sich bewährt. Dazu sind die neuen Regeln in der Schnapsbar zu zählen, wonach unter 18-Jährige hier keinen Zutritt haben und Alkoholika auch nicht mehr mitgenommen werden dürfen sondern vor Ort konsumiert werden müssen.
„Sehr gut gelaufen“ ist das Indersdorfer Volksfest laut Florian Diebold auch für die Schausteller.
Bis auf den verregneten Kinder- und Familiennachmittag am Mittwoch sei an allen Tagen guter Besuch zu verzeichnen gewesen. Zufriedener Festwirt, zufriedene Schausteller, „sehr zufriedener“ Veranstalter Josef Schuster – und zufriedene Polizei: „Die Polizeiinspektion Dachau zieht eine absolut positive Bilabnz des Volksfestes,“ sagt Sprecher Michael Richter. „Das Sicherheitskonzept ging dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter voll auf, weshalb es fast zu keinen berichtenswerten Sicherheitsstörungen kam.“ Die Polizei freute sich auch über den „im Festzelt professionell arbeitenden Sicherheitsdienst“.

