07.05.2010 - 17:02 Uhr

Josef Schuster junior seit vier Jahren Volksfestchef

Es ist bereits das vierte Jahr, dass Josef Schuster junior das Indersdorfer Volksfest unter seinen Fittichen hat. Unter seiner Regie hat sich einiges geändert, ohne dass grundsätzlich mit der Tradition gebrochen wurde. Im Gegenteil.

Die vielleicht wichtigste Änderung betrifft schon den Volksfestauftakt. Dieser war in früheren Zeiten stets dem Samstagnachmittag vorbehalten, man traf sich zwanglos am Marktplatz, eine Blaskapelle spielte, es gab Freibier. Anschließend machten sich die Bedienungen, einige Gemeinderäte und Honoratioren auf den (fast menschenleeren) Weg hinüber zum Volksfestplatz, wo der Bürgermeister im nahezu leeren Festzelt anzapfte.
Wenn nicht die Böllerschützen anschließend ihrem Hobby nachgegangen wären – in Indersdorf wäre der Volksfeststark nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgelaufen.

Das ist Geschichte. Heute ist der Volksfestzug so lang, „dass die ersten im Festzelt schon die zweite Maß bestellen, wenn die Letzten noch durch den Kreisverkehr marschieren“, sagt Josef Schuster nicht ohne Stolz. 25 bis 30 Vereine ziehen jetzt mit vielen Mitgliedern und den Fahnenträgern durch den Ort. Und wenn der Gemeindechef schließlich das erste Fass anzapft, ist das Festzelt randvoll. Mit seiner Idee, bereits am Freitagabend und mit den Vereinen aus der Gemeinde das Indersdorfer Volksfest zu eröffnen, ist Schuster bei den Vereinen auf offene Ohren gestoßen.

Wenn die prächtigen Fahnen der Schützen, der Feuerwehren und der anderen Traditionsvereine unter dem mit Fähnchen (vom Faschingskomiee) aufwändig geschmückten Weg geschwenkt werden und der Zug, mit drei Blaskapellen besetzt, kein Ende zu nehmen scheint – dann kann man die Handschrift von Josef Schuster junior erkennen.
Er scheut sich nicht, Änderungen vorzunehmen. Ein weiteres Beispiel: Der Altennachmittag wurde vom zweiten auf den ersten Samstag vorgezogen, eigentlich aus dem banalen Grund, so das große Podium vom Vorabend gleich noch einmal für das Programm des Faschingskomitees nutzen zu können.

Die Liste der Neuerungen, die Schuster eingeführt hat, ließe sich fortsetzen. Aus Sicht der Besucher gibt es so erfreuliche Dinge wie die kostenlose Nutzung des großen Parkplatzes.
Wenn es Probleme gibt oder etwas nicht den erhofften Erfolg bringt, scheut sich Schuster aber auch nicht, Projekte wieder einzustampfen. Oder er macht mit einer erfolgreichen Aktion eine Pause, damit sie sich nicht totläuft. So wird es heuer zunächst keine Neuauflage der sensationellen Wahl des Volksfestmadls im vergangenen Jahr geben.
Die größte Neuerung, die es heuer geben wird, betrifft im Übrigen den Frühschoppen am zweiten Volksfestsonntag: Anspruchsvolles Musik-Kabarett im Festzelt ist wahrlich keine alltägliche Sache, noch dazu bei freiem Eintritt. „Lieder von einem anderen Baiern“ verspricht das bekannte Duo Göttler & Raith ab 11 Uhr. „Darauf freue ich mich schon sehr, das ist auf jeden Fall einen Versuch wert“, sagt Schuster. Wer nicht wagt...

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