07.05.2010 - 22:04 Uhr

O‘zapft is in Indersdorf

Bürgermeister Josef Kreitmeir hat am Freitag abend mit drei kräftigen Schlägen das erste Fass Volksfestmärzen angezapft und den Startschuss für die fünfte Jahreszeit gegeben. Zuvor hatte Indersdorf wieder einen prächtigen Umzug mit 30 Vereinen samt Fahnenträgern erlebt.

Im großen Parkplatz an der Volksfestwiese standen die Pfützen nach dem tagelangen Regen. Doch pünktlich, als sich Vereine, Honoratioren und viele Bürger am Marktplatz zum Standkonzert einfanden, hellte sich der Himmel über Indersdorf ein wenig auf. So konnte sich kurze Zeit später der wie immer von Josef Siedersberger bestens organisierte Festzug immerhin trockenen Fußes auf den Weg machen. Sage und schreibe 30 Vereine, die drei Blaskapellen mitgerechnet, wollten Fahne zeigen. Für die Teilnahme am Umzug, „obwohl das Wetter nicht so ausgeschaut hat, als ob‘s hält“, bedankte sich später Volksfestchef Josef Schuster besonders.

Derweil demonstrierte Bürgermeister Josef Kreitmeir, wie leicht ihm nach all den Jahren das Anzapfen von der Hand geht. Zweimal holte der Gemeindechef aus, ein drittes Mal zur Sicherheit – um 18.57 Uhr durfte er verkünden: „O‘zapft is!“ und dem Volksfest ein „gutes Geschäft und schönes Wetter“ wünschen.  

Das Volksfestmärzen des Kapplerbräu floss wenig später natürlich nicht mehr aus dem schönen alten Holzfass auf dem Podium, sondern aus einem der 50-Hektoliter-Container neben dem Festzelt, der an guten Tagen auf dem Indersdorfer Volksfest schon geleert wird, wie die Festwirtsfamilie der Geschwister Georg Lanzl und Marianne Lanzl-Koch bestätigten.

Auf dem Podium vor der Bühne, das am heutigen Samstag auch noch für den Seniorennachmittag genutzt wird, herrschte heuer ein gewaltiges Gedränge. Das lag natürlich einerseits an der Rekordteilnahme. Andererseits hatte Siedersberger diesmal neben Fahnenträgern sowie Taferlbuam und -maderln auch noch die jeweiligen Vorstände heraufgebeten, um die Geschichte und das Alter der Vereine ein bisschen zu erzählen, aber auch das Ehrenamt entsprechend zu würdigen.

Kopf einziehen, lautete dann die Devise, als die Traunwalchener Goaßlschnalzer um ihren Chef, den amtierenden bayerischen Meister Andreas Kahler, erstmals in Indersdorf ihrer Kunst nachgingen und die Besucher im gut gefüllten Festzelt mit ihrer lautstarken Kunst begeisterten. In keinster Weise nachstehen wollten da die Glonntaler, die einen Kronentanz und einen Plattler mitgebracht hatten.
Die Fahrgeschäfte und Buden der Schausteller hatten im Übrigen gestern bereits um 17 Uhr aufgemacht. Schließlich gilt es heuer angesichts der durchwachsenen Wettervorhersagen jede Stunde auszunutzen, die die Besucher trockenen Fußes über den Indersdorfer Volksfestplatz gehen können.

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